Sammlung mittelalterlicher Inschriften
Inschriften sind überlieferte Texte auf Materialien wie z. B. Stein, Holz oder Keramik und als Quellen für die Geschichte, Kunstgeschichte, Volkskunde, Theologie oder Sprachwissenschaften unverzichtbar. Ihre Inventarisierung, Publikation und Kommentierung bewahrt sie vor dem drohenden Verlust. Angesichts der vielfältigen Bedrohung der Steindenkmäler durch Umwelteinflüsse ist deren systematische Erfassung ein Wettlauf gegen die Zeit.
Die ersten 6 Bände der Forschungsreihe “Die Deutschen Inschriften” sind mit Bildmaterial, das zum Teil das der gedruckten 78 Bände erweitert, kostenlos über das Projekt “Deutsche Inschriften Online” (DIO) abrufbar.
Aus der Projektbeschreibung “Die Deutschen Inschriften des Mittelalters und der frühen Neuzeit”:
Das Ziel des Projektes ist die Sammlung und Edition aller lateinischen und deutschen Inschriften des Mittelalters und der Frühen Neuzeit bis zum Jahr 1650. Das Sammelgebiet umfasst nach heutigem Stand Deutschland und Österreich sowie Südtirol. Die Ergebnisse der Sammlung werden in den DI-Bänden ediert. Ein Band beinhaltet entweder die Inschriften eines bzw. mehrerer Stadt- oder Landkreise (in Österreich: Politischer Bezirke) oder die Inschriften einzelner Städte. Bei Städten mit besonders großem Inschriftenbestand werden Einzelkomplexe gesondert ediert. Aufgenommen werden sowohl die noch erhaltenen als auch die nur mehr kopial überlieferten Inschriften. Das Projekt “Die Deutschen Inschriften” ist das älteste moderne Unternehmen zur Sammlung mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Inschriften. Begründet wurde es vor über 70 Jahren als Gemeinschaftsunternehmen der wissenschaftlichen Akademien in Deutschland und Österreich.
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25. Juli 2010