Literatur zur Behindertenarbeit
Die “integra” hat sich seit einigen Jahren als bedeutendste österreichische Fachmesse für die Integration und Rehabilitation von Menschen mit Beeinträchtigungen sowie von älteren und altersbehinderten Menschen etabliert. Sie soll eine Plattform für den Informationsaustausch zwischen Betroffenen und deren Angehörigen sowie Fachpersonal aus dem Sozial- und Gesundheitswesen bieten. Auf der Website der assista – Kompetenz für Menschen mit Behinderung, können die “integra” Referentenmanuskripte bis ins Jahr 1990 zurück als PDF-Dokumente heruntergeladen werden. Durch die breitgefächerten Themen der letzten Jahre entstand so eine kleine Bibliothek zu vielen Themen der Behindertenarbeit.
“bidok” steht für Behinderten-Integration Dokumentation und ist ein Projekt zum Fachbereich integrative Pädagogik am Institut für Erziehungswissenschaften der Universität Innsbruck. Hauptaufgabe ist die Aufarbeitung fachspezifischer Artikel in einer frei zugänglichen Online-Bibliothek. Derzeit sind ca. 1.300 vollständige Texte – und nicht nur Auszüge – zu folgenden Themenbereichen verfügbar: Arbeitswelt, Eugenik, Kultur, Geschlechterdifferenz, Lebensraum, Leichter Lesen, Medizin, Psychosoziale Arbeit, Recht, Schule, Selbstbestimmt Leben, Sexualität, Theoretische Grundlagen, Therapie und Vorschulischer Bereich. Das Angebot richtet sich an alle, die mit integrativer Pädagogik bzw. der Heil- und Sonderpädagogik befaßt sind wie beispielsweise LehrerInnen, KindergärtnerInnen, TherapeutInnen, pädagogische MitarbeiterInnen in Einrichtungen der Behindertenhilfe, betroffene beeinträchtigte Personen oder deren Angehörige.
Vom 8. – 9. Juni 2006 hat in Graz die Europäische Konferenz “Alter und Behinderung – Menschen mit Behinderung werden älter, ältere Menschen werden behindert” stattgefunden. Das Ergebnis dieser Konferenz ist die Deklaration von Graz über Alter und Behinderung.
Das Bundesministerium für Soziales und Konsumentenschutz bietet ein neues Service an. In der Rubrik Sozialstatistik ist eine Sammlung wichtiger sozioökonomische Rahmenbedingungen der letzten Jahre abrufbar und dient als statistische Ergänzung zum Sozialbericht des BMSK. Die Informationsanbieter sind u.a. Statistik Austria, österreichische Bundesministerien, Bundesländer, Arbeitsmarktservice, EUROSTAT und Hauptverband der Sozialversicherungsträger. Neuregelungen für das Jahr 2008 zu den Bereichen Sozialversicherung, Konsumentenschutz, Pflege und Behinderung u.a. fasst das PDF-Dokument Was ist Neu 2008? zusammen.
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16. Juni 2006
3 responses to Literatur zur Behindertenarbeit
Ich möchte mich recht herzlich für ihre hervorragend gestaltete un informative homepage bedanken. Sie bietet einiges an interessanten Inhalten sowie eine reiche Anzahl an links zu hilfreichen Internetseiten. Ich möchte sie nun aber bitten, dieses Angebot auch über die oberösterreichischen Landesgrenzen hinweg auch auf Niederösterreich auszudehnen, beispielsweise durch das Einfügen folgenden Links: http://www.noel.gv.at/Buergerservice/Formulare.htm#Soziales
Herzlichst DSA R. Ernst
Etwas verspätete Antwort…
Vielen Dank für Ihren Hinweis, den Bereich der Behindertenarbeit auch auf andere Bundesländer auszuweiten. Ich werde versuchen – wenn ich wieder etwas mehr Zeit finde – Ihre Anregung aufzunehmen. Um einen umfassenden Blick auch auf die anderen Bundesländer zu werfen, ist natürlich etwas Recherche im World Wide Web nötig. Also, wenn Sie Anregungen bezüglich NÖ haben, können Sie mir jederzeit Ihre Ideen übermitteln. Sonst schauen Sie einfach hin und wieder bei unserer Internetpräsenz vorbei, was sich so tut… Übrigens haben Sie direkt oder indirekt bereits Erfahrungen mit dem neuen BAGS-Kollektivvertrag im Behindertenbetreuungsbereich gemacht?
Habe ich nicht, da für uns Landesbedienstete nicht anwendbar.
Bei uns gibt’s aber auch ein neues Entlohnungsmodell, danach sind wir SozialarbeiterInnen wie Musik, Ergo, Physio- und andere TherapeutInnen der Verwendungsgruppe NOG 13 zugeordnet.
Nach dem neuen Dienstrecht (es zielt im Wesentlichen auf eine Verflachung der Entlohnungsprogression ab, werden vor allem NeueinsteigerInnen eine z.T. (für Führungspositionen ungeheuer) beeindruckende finanzielle Aufwertung erfahren, dafür gibt es aber gegen Ende der Karriere nur mehr alle 4 Jahre eine Beförderung.
Nachteile sind vor allem dienstrechtlicher Natur, so fällt beispielsweise die Unkündbarkeit nach 10-jähriger Dienstzugehörigkeit weg, der Erholungsurlaub wird von 232 auf 200 (später 248 auf 200, noch später 264 auf 240, zuletzt 296 auf 240) Urlaubsstunden gekürzt (das Erhöhungsmaß bei bestehender Einstufung nach dem Behinderteneinstufungsgesetz nur mehr 40 statt 48 Stunden!)… und diverse andere Kleinigkeiten, die einem modernen Leistungszuschnitt eher entsprechen – bei einer nur durchschnittlichen Dienstbeschreibung gibt es zunächst eine 15% Gehaltskürzung im Wiederholungsfall die Kündigung etc…
Klingt also alles nach mehr Leistung und mehr Duckmäusertum für die Arbeitgeber – nach mehr behauptetem Ruhm für die Manager – wieder mal eine neuere Form der Umverteilung von Unten nach Oben.
Ich werde mir selbstverständlich den neuen BAGS Kollektivvertrag genauer ansehen, ersuche Sie, mir jederzeit neue Anregungen zukommen zu lassen