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Notizbuch aus den Weiten des World Wide Web

Arbeitslosigkeit in Europa, Daten Juli 2010

3. September 2010 | Kommentar hinterlassen

Im Euroraum (ER16)¹ lag die saisonbereinigte Arbeitslosenquote im Juli 2010 bei 10,0%, unverändert gegenüber Juni. Im Juli 2009 hatte sie 9,6% betragen. In der EU27¹ lag die Arbeitslosenquote im Juli 2010 bei 9,6%, unverändert gegenüber Juni. Im Juli 2009 hatte sie 9,1% betragen. Eurostat schätzt, dass im Juli 2010 in der EU27 insgesamt 23,057 Millionen Männer und Frauen arbeitslos waren, davon 15,833 Millionen im Euroraum. Gegenüber Juni hat die Zahl der arbeitslosen Personen in der EU27 um 45.000 und im Euroraum um 8.000 abgenommen. Gegenüber Juli 2009 ist die Zahl der Arbeitslosen in der EU27 um 1,108 Millionen und im Euroraum um 0,668 Millionen gestiegen.

Von den Mitgliedstaaten verzeichneten Österreich (3,8%) und die Niederlande (4,4% in Juni 2010) die niedrigsten Arbeitslosenquoten. Die höchsten Quoten meldeten Spanien (20,3%), Lettland (20,1% im ersten Quartal 2010) und Estland (18,6% im zweiten Quartal 2010). Drei Mitgliedstaaten verzeichneten über ein Jahr betrachtet einen Rückgang der Arbeitslosenquote, zwei eine stabile Quote und zweiundzwanzig einen Anstieg. Die Rückgänge wurden in Österreich (von 5,1% auf 3,8%), Malta (von 7,3% auf 6,5%) und Deutschland (von 7,6% auf 6,9%) beobachtet. Die höchsten Anstiege verzeichneten Lettland (von 13,5% auf 20,1% zwischen dem ersten Quartal 2009 und 2010) und Litauen (von 11,2% auf 17,3 zwischen dem ersten Quartal 2009 und 2010).

Vergleicht man Juli 2010 mit Juli 2009 so stieg die Arbeitslosenquote der Männer im Euroraum von 9,5% auf 9,8% und in der EU27 von 9,2% auf 9,6%. Die Arbeitslosenquote der Frauen nahm im Euroraum von 9,8% auf 10,3% zu und in der EU27 von 9,0% auf 9,6%. Die Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen lag im Juli 2010 im Euroraum bei 19,6% und in der EU27 bei 20,2%. Im Juli 2009 hatte sie 19,8% bzw. 20,1% betragen. Die niedrigste Quote verzeichneten die Niederlande (8,1% im Juni 2010) und die höchsten Quoten Spanien (41,5%), Lettland (39,5% im ersten Quartal 2010) und Estland (37,2% im zweiten Quartal 2010).

Im Juli 2010 lag die Arbeitslosenquote bei 9,5% in den USA und bei 5,2% in Japan.

Quelle: Eurostat Pressemitteilung, Arbeitslosenquote des Euroraums stabil bei 10,0% (PDF-Download)

1) Zum Euroraum (ER16) gehören Belgien, Deutschland, Irland, Griechenland, Spanien, Frankreich, Italien, Zypern, Luxemburg, Malta, die Niederlande, Österreich, Portugal, Slowenien, die Slowakei und Finnland. Zu der EU27 gehören Belgien, Bulgarien, die Tschechische Republik, Dänemark, Deutschland, Estland, Irland, Griechenland, Spanien, Frankreich, Italien, Zypern, Lettland, Litauen, Luxemburg, Ungarn, Malta, die Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Slowenien, die Slowakei, Finnland, Schweden und das Vereinigte Königreich.

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am 3. September 2010

Kategorie Wirtschaftswelt

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Eastman Kodak 1922, Kodachrome Film Test

28. August 2010 | Kommentar hinterlassen

Im Jahr 1922 experimentierte das US-amerikanische Unternehmen Eastman Kodak mit seinem selbstentwickelten Zweifarbenverfahren (!) Kodachrome für Kinoaufnahmen. Der Kurzfilm entstand 13 Jahre vor dem ersten abendfüllende Spielfilm in Farbe, Becky Sharp von Rouben Marmoulian aus dem Jahr 1935, der das damals modernste Dreifarbenverfahren Technicolor verwendete. Erstaunlich an den frühen vollfarbigen Porträtaufnahmen von Eastman Kodak ist deren guter Erhaltungszustand und ihr natürlicher Charakter aus der Zeit des Schwarzweiß-Stummfilms.

“First tests on the Two-Color Kodachrome Process were begun in late 1914. Shot with a dual-lens camera, the process recorded filtered images on black/white negative stock, then made black/white separation positives. The final prints were actually produced by bleaching and tanning a double-coated duplicate negative (made from the positive separations), then dyeing the emulsion green/blue on one side and red on the other.”

Weiterführendes zu dem auf YouTube publizierten Kurzfilm (Dauer 4:34) findet sich im Kodak Blog (engl.).

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am 28. August 2010

Kategorie Tech&Science

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Weiterer Gesetzesentwurf Vorratsdatenspeicherung

31. Juli 2010 | Kommentar hinterlassen

Die österreichische Infrastrukturministerin Doris Bures unternimmt einen neuerlichen Anlauf, die EU-Richtlinie zur umstrittenen Vorratsdatenspeicherung umzusetzen. Ein am Montag eingebrachter Entwurf sieht etwa Ausnahmen für Berufsgeheimnisträger wie Ärzte, Anwälte, Journalisten und Seelsorger vor. Die Speicherdauer der Kommunikationsdaten orientiert sich weiterhin am unteren Limit von 6 Monaten. Mit den Änderungen sei man auf Kritik während der Begutachtungsphase an den Änderungen des Telekommunikationsgesetzes eingegangen, so ein Ministeriumssprecher.

Mit der Vorratsdatenspeicherung sollen sämtliche Verbindungsdaten von Internet-, Telefon- und E-Mail-Anwendern 6 Monate lang ohne Vorliegen eines konkreten Tatverdachts gespeichert werden. Damit können Behörden bei “schweren” Fällen wie z. B.  organisierter Kriminalität feststellen, wer, wann, wie lange, von wo aus, mit wem kommuniziert hat und welche Internet-Seiten besucht wurden. Österreich hätte die im Jahr 2006 erlassene Europäische Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung bis zum 15. März 2009 umsetzen sollen, was aber am fehlenden politischen Konsens in der Bundesregierung scheiterte (siehe Archiv). Mittlerweile läuft ein Vertragsverletzungsverfahren am Europäischen Gerichtshof.

Infrastrukturministerin Doris Bures will eine Verordnungsprüfung auf europäischer Ebene heuer im September abwarten sowie Reaktionen von Justiz- und Innenministerium einholen. So kam zuletzt von dort der Wunsch auf, den Zugriff schon bei Delikten mit einer Strafdrohung ab einem Jahr Haft zu ermöglichen und Internet-Daten zumindest drei Monate lang auch zur Klärung von Copyrightverletzungen verwenden zu dürfen. derStandard

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am 31. Juli 2010

Kategorie Multimedia

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Sammlung mittelalterlicher Inschriften

25. Juli 2010 | Kommentar hinterlassen

Inschriften sind überlieferte Texte auf Materialien wie z. B. Stein, Holz oder Keramik und als Quellen für die Geschichte, Kunstgeschichte, Volkskunde, Theologie oder Sprachwissenschaften unverzichtbar. Ihre Inventarisierung, Publikation und Kommentierung bewahrt sie vor dem drohenden Verlust.  Angesichts der vielfältigen Bedrohung der Steindenkmäler durch Umwelteinflüsse ist deren systematische Erfassung ein Wettlauf gegen die Zeit.

Die ersten 6 Bände der Forschungsreihe “Die Deutschen Inschriften” sind mit Bildmaterial, das zum Teil das der gedruckten 78 Bände erweitert, kostenlos über das Projekt “Deutsche Inschriften Online” (DIO) abrufbar.

Aus der Projektbeschreibung “Die Deutschen Inschriften des Mittelalters und der frühen Neuzeit”:

Das Ziel des Projektes ist die Sammlung und Edition aller lateinischen und deutschen Inschriften des Mittelalters und der Frühen Neuzeit bis zum Jahr 1650. Das Sammelgebiet umfasst nach heutigem Stand Deutschland und Österreich sowie Südtirol. Die Ergebnisse der Sammlung werden in den DI-Bänden ediert. Ein Band beinhaltet entweder die Inschriften eines bzw. mehrerer Stadt- oder Landkreise (in Österreich: Politischer Bezirke) oder die Inschriften einzelner Städte. Bei Städten mit besonders großem Inschriftenbestand werden Einzelkomplexe gesondert ediert. Aufgenommen werden sowohl die noch erhaltenen als auch die nur mehr kopial überlieferten Inschriften. Das Projekt “Die Deutschen Inschriften” ist das älteste moderne Unternehmen zur Sammlung mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Inschriften. Begründet wurde es vor über 70 Jahren als Gemeinschaftsunternehmen der wissenschaftlichen Akademien in Deutschland und Österreich.

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am 25. Juli 2010

Kategorie Bücherregal

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Photography – In the dark

25. Juni 2010 | Kommentar hinterlassen

Tom Carey und Sean Chilvers (Bildquelle) verwandelten bei ihrem fotografischen Experiment “Photography – In the dark” ein Zimmer in eine lebensgroße Camera Obscura.  Nach dem sie den Raum gänzlich abgedunkelt hatten, kleideten Sie die Wände mit lichtempfindlichem Fotopapier aus. Durch ein kleines Loch vom 10 mm drangen anschließend für vier Minuten von außen Lichtstrahlen in den Raum und  belichteten das Fotopapier. Während dieser Zeit projizierten sich die Bilder der Straße nach dem Prinzip einer Lochkamera seitenverkehrt und auf dem Kopf stehend auf die lichtempfindlichen Mauern des Zimmers.

Nach dem Schließen der Belichtungsöffnung nahmen sie das Fotopapier von den Wänden und entwickelten es auf herkömmliche Art in einer Dunkelkammer. Das Ergebnis war – nachdem sie das entwickelte Fotopapier wieder an den Wänden anbrachten – das gänzliche Abbild der Außenansicht aus dem Zimmerfenster auf den Innenwänden des Zimmers in Form eines überdimensionalen Fotos.

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am 25. Juni 2010

Kategorie Tech&Science

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Portal zur Geschichte der Habsburger

20. Juni 2010 | Kommentar hinterlassen

Wie keine andere Dynastie lenkten die Habsburger die Geschicke Europas. Über Jahrhunderte stellten sie die deutschen Könige und römisch-deutschen Kaiser, wurden zum Inbegriff der Monarchie. Maximilian I. legte durch seine Heiratspolitik den Grundstock für ein Reich, in dem „die Sonne nicht untergeht“. Die Herrschaft der Habsburger erstreckte sich über weite Teile Europas und die Kolonien in Übersee. Später mündete das Attentat auf Thronfolger Franz Ferdinand in die Katastrophe des ersten Weltkriegs.

Die virtuelle Ausstellung „Welt der Habsburger“ geht auf eine Initiative der österreichischen Bundesregierung zurück und ist in den Regierungsprogrammen von 2007 und 2008 verankert. Das Projekt wurde von der Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H. durchgeführt und finanziert, die Realisierung dauerte etwa zwei Jahre. Um die „Welt der Habsburger“ in ihrer ganzen Breite darzustellen und ihrem Umfang gerecht zu werden, entschied man sich für eine virtuelle Präsentation. Die Ausstellung umfasst über eintausend bildliche Darstellungen und zeigt Objekten, die aus konservatorischen Gründen kaum zugänglich sind.

Konkret erschließt sich die Welt der Habsburger über drei Zugangsebenen: über Zeit und Raum als zentrale Parameter der Geschichte und über die Persönlichkeiten, die diese Geschichte prägten. Einstiegspunkte sind eine Zeitleiste von 1278 bis 1918, eine Karte Europas, ein Stammbaum der Habsburger sowie ein virtueller Lesesaal. An den Schnittstellen von Orten, Ereignissen und Protagonisten eröffnen sich narrativ strukturierte Inhalte. Je nach gewählter Perspektive rücken sie soziale, politische, kulturelle oder wirtschaftliche Komponenten in den Vordergrund.

Ein besonderes Anliegen war, neben dem Adel auch die Welt jener Gesellschaftsschichten abzubilden, die herkömmliche Geschichtsbücher oft ausklammern.

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am 20. Juni 2010

Kategorie Geschichte(n)

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